Mehr als 50 ehrenamtlich Engagierte des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurden am Montag im Schillinghaus in Binswangen für ihren langjährigen Einsatz ausgezeichnet. Im Rahmen eines feierlichen Dankempfangs verlieh Regierungspräsidentin Barbara Schretter, zugleich Vorsitzende des Bezirksverbandes Schwaben des Volksbundes, Verdienstspangen an Sammlerinnen und Sammler sowie weitere Unterstützer der Verbandsarbeit.
Unter dem Leitmotiv „Gemeinsam für den Frieden“ engagieren sich im Landkreis Dillingen jährlich mehr als 100 Ehrenamtliche für die Arbeit des Volksbundes. Sie sammeln Spenden für die Kriegsgräberfürsorge, unterstützen die internationale Jugendarbeit und gestalten Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur und Friedensarbeit.
In ihrer Ansprache betonte Regierungspräsidentin Barbara Schretter die besondere Bedeutung der Gedenk- und Erinnerungsarbeit in einer Zeit, in der Krieg und Gewalt in Europa und anderen Teilen der Welt wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt seien. Die ehrenamtlich Engagierten trügen dazu bei, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft lebendig zu halten und zugleich für Frieden, Verständigung und Versöhnung einzutreten.
Einen passenden Rahmen für die Veranstaltung bot das Schillinghaus in Binswangen. Das historische Gebäude wurde in den vergangenen Jahren mit großem ehrenamtlichem Einsatz saniert. Mehr als 200 Bürgerinnen und Bürger investierten hierfür über 15.000 Arbeitsstunden. Heute dient das ehemalige jüdische Wohnhaus als Heimstätte der örtlichen Vereine und als Ort der Begegnung. Die stellvertretende Landrätin Christiane Grandé würdigte das vielfältige ehrenamtliche Engagement im Landkreis Dillingen. Dieses zeige sich nicht zuletzt in den zahlreichen Kameradschaftsvereinen, den Reservistenkameradschaften sowie im Kreisverband des Bayerischen Kameraden- und Soldatenbundes. Neben ihrer Unterstützung für den Volksbund leisteten diese Organisationen einen wertvollen Beitrag zur Heimat- und Traditionspflege.
Auch Binswangens Bürgermeister Thomas Wippel dankte den Anwesenden für ihren Einsatz. Dass Ehrenamt von persönlichem Engagement lebt, zeigte sich auch nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung: Beim Aufräumen packte der Bürgermeister gemeinsam mit Helferinnen und Helfern selbst mit an. Die Bilanz des vergangenen Jahres unterstreicht die Bedeutung dieses Engagements. Im Landkreis Dillingen wurden mehr als 17.000 Euro für die Kriegsgräberfürsorge und die Jugendarbeit des Volksbundes gesammelt. Über 11.000 Euro entfielen dabei auf die Sammlung ziviler Ehrenamtlicher. Weitere mehr als 6.000 Euro wurden von den Soldatinnen und Soldaten des IT-Bataillons eingeworben.