Auftrag ausgeführt konnte der Einsatzleiter Andreas Pilsl am letzten Arbeitstag des Kriegsgräberpflegeeinsatzes dem Verwalter des Friedhofs Cassino melden. Acht Kameraden vom Soldaten- und Kriegerverein Schaibing und vom Veteranen- und Kriegerverein Obernzell waren auf einem Arbeitseinsatzes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Süditalien. Unterstützt wurden die Veteranen vom Panzer Pionier Bataillon 4 in Bogen. Zwei aktive Soldaten waren mit Bundeswehrfahrzeugen für den Fahrauftrag des 14-tägigen Einsatzes verantwortlich und unterstützten die Kameraden bei den Arbeiten.
Die Unterkunft war ebenfalls von der Bundeswehr organisiert. Die Teilnehmer fanden Herberge in einem Unteroffiziersheim des dritten Reggimento Bondone in Cassino. Der Kommandeur dieser Einheit lud die Kameraden am ersten Arbeitstag zu dem morgendlichen Appell ein. Nach dem Antreten gab es im Offiziersheim einen Willkommens-Kaffee und es fand der Austausch von Gastgeschenken statt. Danach ging es zum Dienst. Vom Friedhofsverwalter des deutschen Soldatenfriedhofes wurde der Arbeitsauftrag verteilt. Der Einsatzleiter Andreas Pilsl koordinierte die Aufgaben innerhalb der Gruppe. Die Arbeiten umfassten das Grasmähen, das Freischneiden der Grabsteine, die Reinigung der Grabsteine, das Entfernen von Unkraut aus den unzähligen Mauerfugen und die Instandsetzung der Wege über den Friedhof. Ausgerüstet mit dem benötigten Werkzeug wie Freischneider, Rasenmäher, benzinbetriebenen Hochdruckreiniger, Fugenkratzer und Werkzeug zum Pflasterlegen machte man sich auf dem 7,5 Hektar großen, am südlichen Ausläufer des Berges Colle Marino gelegenen Areal, an die Arbeit. Der Friedhof ist terrassenförmig angelegt. Der Höhenunterschied vom Eingang bis zur letzten Terrasse am Gipfel beträgt 40 Meter, die mehrmals täglich bei süditalienischer Sommerhitze überwunden werden mussten. Andreas Pilsl tauschte immer wieder die einzelnen Trupps, damit keiner über den Einsatzzeitraum die gleiche Arbeit machen musste.