Meldungen aus dem Landesverband Bayern
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Große Freude in Langensendelbach

Ehrungen für verdiente Sammler beim 121. Stiftungsfest

Die Geehrten (vordere Reihe von links): Herbert Ratz und Gerd Mirsberger, 25 Jahre, Georg Güthlein und Ralf Jung zusammen mit dem Vereinsvorsitzenden Moritz Fees (hintere Reihe rechts), Volksbund-Geschäftsführer Robert Fischer (hinten 2.v.l.) und den Ehrengästen. Volksbund

Nach dem Kirchenzug der Musik und der Vereine mit Ehrengästen fand ein beeindruckender und erquickender Gottesdienst mit anschließender Totenehrung statt. Anschließend ging es im Festzug zum Gasthaus „Alter Peter“. Nach der Begrüßung und den Ansprachen der Ehrengäste Pfarrer Braun, Bürgermeister Oswald Siebenhaar und BSB-Kreisvorsitzender Roland Schäfer  fanden die Vereinsehrungen und die Ehrungen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge statt.

Bezirksgeschäftsführer Robert Fischer begann seine Ansprache mit „Friede sei mit Euch allen“. In Bezug auf den grandiosen Gottesdienst dankte er Pfarrer Braun und wünschte Frieden von ganzem Herzen. Seit 1919 arbeitet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Auftrag des Staates für den Frieden und hat die Pflege der bestehenden Kriegsgräberstätten ebenso wie die Suche nach Vermissten und Gefallenen als Auftrag. Dass er dies erfolgreich macht, ergibt sich u.a. aus der Tatsache, dass im vergangenen Jahr der 1 Millionste seit 1989 gefundene Soldat im Beisein einer Ober- und Unterfränkischen Reisegruppe beigesetzt werden konnte. Noch immer beeindruckt zeigte sich Fischer, dass er einen der Särge persönlich mit beisetzen durfte. Diese Aktion und auch die Rückmeldungen von Angehörigen, nach dem ihnen mitgeteilt werden konnte, was mit Ihrem im Krieg gebliebenen Soldaten passiert ist, bzw. ob und wenn ja wo sich ein Grab befindet, macht jeden Tag die Sinnhaftigkeit der Arbeit für den Frieden bewusst.
 

Dass die Pflege, die Suche, Aus- und Einbettung Geld kostet, ist völlig klar. Betreut der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge aktuell über 2,8 Millionen Gräber auf über 830 Kriegsgräberstätten in der ganzen Welt. Ca. 40 % des benötigten Geldes erhält der Volksbund über das Auswärtige Amt, den Rest erhält er über Erbschaften, Mitgliedsbeiträgen und vor allem über Spenden aus der Bevölkerung. Jährlich ruft der Volksbund auf, für die humanitäre Sache zu sammeln. Besonders erfolgreich ist er hierbei in Bayern. So konnten im Jahr 2025 in Oberfranken mehr als 100.000 Euro durch die Sammler erzielt werden. Hierbei handelt es sich in Oberfranken in 60 % der Fälle um Angehörige der Soldaten-, Reservisten- und Traditionskameradschaften.

Für die Ortschaft Langensendelbach im Kreis Forchheim zum Beispiel sammelt die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Langensendelbach seit mehreren Jahrzehnten. Geschäftsführer Fischer dankte daher dem 1. Vorsitzenden OG d.R. Moritz Fees sowie den Sammlern und natürlich den Spendern aus Langensendelbach und Umgebung. Im Jahr 2025 konnte der stolze Betrag von 1.365 Euro gesammelt werden. Fischer erläuterte, dass die Pflege eines Grabes ca. 10 Euro kostet (im Westen etwas mehr, im Osten etwas weniger) somit können vom Sammlungsergebnis aus Langensendelbach 136 Gräber gepflegt werden. Herzlichen Dank.

Erfolgreiche Sammler können mit der Verdienstspange geehrt werden. Die Verdienstspange besteht aus dem Zeichen der fünf Kreuze auf schwarzem Grund, bei der Weißgoldenen auf weißem Grund in Miniatur auf weiß-blauem Band. Die Zeiträume sind: 5 Jahre Bronze, 10 Jahre Silber und 20 Jahre Gold. Die höchsten Ehrungsstufen sind Weißgold und Weißgold mit der Zahl 40 für 40-jährige Sammeltätigkeit. Aus den Reihen der SRK Langensendelbach wurden Georg Güthlein und Ralf Jung mit der silbernen Verdienstspange, sowie Gerd Mirsberger und Herbert Ratz mit der Weißgoldenen Verdienstspange geehrt. Geschäftsführer Fischer gab noch jedem der Geehrten ein Buch aus der Reihe des Volksbundes mit dem Titel „Letzte Lebenszeichen“ Feldpostbriefe aus dem Krieg.