Meldungen aus dem Landesverband

Hofer Reservisten pflegen Kriegsgräber in Hof

Aufgrund der Corona-Pandemie entfiel der Kriegsgräbereinsatz der Hofer Reservisten in Ungarn. Die Reservisten machten aus der Not eine Tugend: Sie pflegten Kriegsgräber im heimatlichen Hof.

Pflegten Kriegsgräber im heimatlichen Hof: Die Reservisten aus Hof.

Ursprünglich war ein Kriegsgräbereinsatz in Vezsprem/ Ungarn geplant der Aufgrund
der Corona Pandemie abgesagt wurde. Die Idee, stattdessen die Kriegsgräber in Hof zu pflegen, ließ nicht lange auf sich warten.

Bereits 2011 pflegten die Hofer Reservisten den Friedhof in Cheb/Eger Tschechien  
und  2014 den Kriegsgräberfriedhof am Futa-Pass in Italien.

Auf dem Friedhof in Hof gibt es 3 Kriegsgräberfelder. Die Soldatengräber aus dem 1. Weltkrieg haben Metallkreuze mit ausführlich beschrifteten Emailschildern. Die Gräber vom 2. Weltkrieg haben Steinkreuze. Das größte Grabfeld, das zum Gedenken an die vielen verstorbenen Hofer Bürger durch die Bombenangriffe am 14. Februar und am 8. und 12. April 1945 angelegt wurde, hat im Boden eingelassene Gedenksteine aus Granit.
Das damalige Ziel der Bomber war der Bahnhof, getroffen wurden die Wohnblocks in der Königsstraße mit vielen Toten und Verletzten.

Dieses große Grabfeld mit 206 Grabsteinen hatten sich die Hofer Reservisten ausgesucht um die verblassten Inschriften wieder „auf Vordermann zu bringen“, so Stabsfeldwebel a.D. Bernd Hecke. Gut vorbereitet und unter der Leitung Bernd Hecke machten sich zehn Reservisten am 12. September,  bewaffnet mit Pinsel und Farbe an die Arbeit, die Inschriften der 206 Grabsteinen mit Oxidroter Farbe auszufüllen.

Herr Schall von der Friedhofsverwaltung war sichtlich angetan von diesem Vorhaben und veranlasste sogleich die Reinigung der Grabsteine von Moos und Algen. Auch stelle er Abschriften aus den Akten der Friedhofsverwaltung zur Verfügung, falls Namen nicht eindeutig zu identifizieren waren.

Die ungewohnte Arbeit, kniend oder in gebückter Haltung und sengender Sonne, verlangte den Kameraden alles ab. Spät am Nachmittag – nach sechsstündiger Arbeit waren 175 Grabsteine wieder „wie neu“ - wurde die Arbeit unterbrochen und am darauffolgenden Donnerstag zu Ende gebracht.

Viele Friedhofsbesucher zeigten sich interessiert und waren voll des Lobes. Eine ältere Dame spendete spontan zehn Euo für die Getränkekasse. Für das leibliche Wohl mit Getränken sorgten eine ortsansässige Brauerei und eine Metzgerei. Bei der Abschlussbesprechung und nach Besichtigung der anderen beiden Gräberfelder war allen Teilnehmern klar, dass dies nicht der letzte Kriegsgräbereinsatz in Hof war.

 

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