13. November 2025, Bürgersaalkirche München: Weltfriedenstag, Standortgottesdienst, 80 Jahre Kriegsende in Deutschland, 80. Todestag Pater Rupert Mayer SJ, 70 Jahre Bundeswehr.
13. November 2025, Bürgersaalkirche München: Weltfriedenstag, Standortgottesdienst, 80 Jahre Kriegsende in Deutschland, 80. Todestag Pater Rupert Mayer SJ, 70 Jahre Bundeswehr.
Rupert Mayer wurde am 23. Januar 1876 in Stuttgart geboren. Im Ersten Weltkrieg war er Militärseelsorger und wurde 1915 mit dem Eisernen Kreuz (EK I) ausgezeichnet. 1916 wurde ihm nach schwerer Verwundung das linke Bein amputiert. Bald nach Kriegsende wandte sich Mayer gegen den Nationalsozialismus und predigte gegen das Regime. 1937 wurde er erstmals verhaftet, 1938 erneut und 1939 zum dritten Mal. Schwer krank wurde er 1940 vom Konzentrationslager Sachsenhausen ins Kloster Ettal verbracht und interniert. Das Kloster durfte er bis Kriegsende nicht verlassen. Nach Kriegsende kehrte er nach München zurück. An Allerheiligen 1945 erlitt er während der Predigt in der St. Michaels-Kirche einen Schlaganfall und verstarb. Zunächst in Pullach beigesetzt, wurden seine sterblichen Überreste 1948 in die Münchner Bürgersaalkirche umgebettet. Als Sinnbild des katholischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus, für seine Briefe und Werke und seiner Verehrung schon zu Lebzeiten wurde er 1987 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Papst Paul II. besuchte dabei die Grablege.
Welche Symbolkraft für Frieden in Freiheit, welch starker Ausdruck für ein „nie wieder Krieg und Gewaltherrschaft“, welch Signal für das gemeinsame Eintreten für den Frieden!
Der Gottesdienst wurde vor großer Kulisse von seiner Exzellenz Dr. Franz-Josef Overbeck, Militärbischof für die Bundeswehr und Bischof von Essen wahrhaft festlich zelebriert. Bischof Overbeck verknüpfte in seiner Predigt die Vergangenheit mit der gegenwärtigen Gefährdung unserer Sicherheit von innen und von außen. 70 Jahre Bundeswehr prägten unser Land mit; sie muss sich, wir müssen uns, den Gegebenheiten anpassen. Die Grundwerte unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung sind und bleiben unsere Festung. Ob es anderen gefällt oder nicht.
Komm Herr, segne uns (GL 451, 3), T u. M: Dieter Trautwein 1978
Frieden gabst du schon, Frieden muss noch werden,/
wie du ihn versprichst uns zum Wohl auf Erden./
Hilf dass wir ihn tun, wo wir ihn erspähen-/
Die mit Tränen säen, werden in ihm ruhn,