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Meldungen aus dem Landesverband Bayern
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Portal der Würzburger Gedächtniskapelle erneuert

Bezirksverband Unterfranken unterstützt außerordentliche Instandsetzung auf 1954 übergebener Kriegsgräberstätte

Die Kriegsgräberstätte im Würzburger Hauptfriedhof mit ihrer Gedächtniskapelle. Der Bezirksverband Unterfranken unterstützte die dringend notwendige Instandsetzung des Portals der Kapelle. Oliver Bauer

Mit Unterstützung des Volksbund-Bezirksverbands Unterfranken konnten auf dem Würzburger Hauptfriedhof dringend erforderliche Instandsetzungsarbeiten an der Gedächtniskapelle der Kriegsgräberstätte abgeschlossen werden. Teile des Sandsteinportals der 1954 übergebenen Gedächtniskapelle zeigten deutliche Spuren der Verwitterung. Die Türbänder der zweiflügeligen schweren Türe hatten sich bedenklich gelockert, sodass Eile bei der Reparatur geboten war. Der Bezirksverband Unterfranken bewilligte unbürokratisch einen Zuschuss für die notwendigen Reparaturarbeiten. Die Mittel entstammen der Gedenkkerzenaktion „Lichter für den Frieden“, mit denen der Landesverband Bayern außerordentliche Instandsetzungsmaßnahmen bayerischer Kriegsgräberstätten unterstützt, sowie einer zweckgebundenen Förderung des Bezirks Unterfranken.

Eine ortsansässige Firma führte die notwendigen Arbeiten aus. Die auch vom winterlichen Einsatz von Streumitteln angegriffenen Steine wurden ausgebaut und  ersetzt. Die gelösten Türbänder wurden neu eingesetzt, sodass die zweiflügelige schwere Türe wieder sicheren Halt hat. Weitere Erhaltungsmaßnahmen im Bereich der Kriegsgräberstätte kündigen sich bereits an. In naher Zukunft soll die Mauer zur Siligmüllerstraße saniert werden. Das 2700 Quadratmeter große Gräberfeld im Würzburger Hauptfriedhof, auf dem lange Zeit die nur die Gräber von 441 Soldaten des Ersten Weltkriegs lagen, wurde vom Volksbund ab November 1951 ausgebaut und neu gestaltet. Mehr als 1.200 im Zweiten Weltkrieg gefallene Soldaten wurden aus Würzburg und 51 unter- und mittelfränkischen Gemeinden hierhin umgebettet. Ebenso fanden 183 zivile Opfer des großen Luftangriffs auf Würzburg am 16. März 1945 hier ihre letzte Ruhestätte.  

Zentrale Elemente dieses Horts der Stille sind die Gedächtniskapelle mit einem Emaillebild des Heiligen Michael im Innern und einem an das Schicksal der Heimatvertriebenen erinnern Relief an der Außenseite sowie das überdachte Holzhochkreuz. Nach ihrer Vollendung wurde die Kriegsgräberstätte 1954 in die Obhut der Stadt Würzburg übergeben. Einen zeitgemäßen, informativen Zugang zur Kriegsgräberstätte erhalten Besucher dank der Informationstafeln, die in einem gemeinsam Projekt zwischen dem Friedrich-Koenig-Gymnasium und dem Volksbund-Bezirksverband Unterfranken entstanden sind und im vergangenen Jahr der Öffentlichkeit übergeben wurden.