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Meldungen aus dem Landesverband Bayern
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Premiere für den Volksbund in Unterfranken

Höchste Auszeichnung erstmals in der Region vergeben - Jungbauer neuer Stellvertretender Vorsitzender

Personen halten Urkunden des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bei einer Ehrung

Grund zur Freude im Bezirksverband Unterfranken: Regierungspräsidentin Dr. Susanne Weizendörfer mit ihrem neuen Stellvertreter Björn Jungbauer (links), dem von der BKV mit der Friedenstaube geehrten Bezirksgeschäftsführer Oliver Bauer und Gerhard Bauer, erster unterfränkischer Träger des Ehrenkreuzes des Volksbundes in Gold.

Doppelter Anlass zur Freude im Volksbund-Bezirksverband Unterfranken: Mit dem Landtagsabgeordneten Björn Jungbauer gewinnt der Bezirksverband einen neuen Stellvertretenden Vorsitzenden, zudem wird anlässlich der Vorstandssitzung erstmals in Unterfranken das Ehrenkreuz des Volksbundes in Gold übergeben.

Einstimmig wählte der Vorstand den 44-jährigen Landtagsabgeordneten aus Margetshöchheim zum stellvertretenden Vorsitzenden. Die Nachwahl war notwendig geworden, da Landrat a.D. Thomas Bold (Bad Kissingen) mit Ende seiner Amtszeit auch sein Vorstandsamt im Bezirksverband niedergelegt hatte. Bold war seit 2013 stellvertrender Bezirksvorsitzender. Bezirksvorsitzende Dr. Weizendörfer bekräftigte ihre Freude über ihren neuen Stellvertreter. Jungbauer sei gut vernetzt, regional  sehr aktiv und bei der für den Volksbund wichtigen Bezugsgruppe der Soldaten- und Reservistenkameradschaften „wie Zuhause“.

Die Verleihung des Ehrenkreuzes in Gold sorgte zudem für eine Premiere. Die 2018 durch den Volksbund-Präsidenten General a.D. Wolfgang Schneiderhan gestiftete Auszeichnung ist limitiert und wurde erstmals vergeben. Ihr Empfänger Gerhard Bauer sammelte 1972 als Bundeswehrsoldat erstmals für den Volksbund. 1993 wurde er dessen Mitglied. Den Impuls dafür gab die Nachricht über den Verbleib eines Onkels, der im Zweiten Weltkrieg sein Leben verloren hatte. Dass er auf der Krim umgekommen war, offenbarte sich erst nach dem Fall des Eisernen Vorhangs.

Gerhard Bauer engagiert sich seither auf vielfältige Weise: Als Mitglied des Bezirksvorstands und Delegierter ist er in den Gremien des Volksbundes engagiert. Gleichzeitig ist er Sammler und Initiator verschiedener Aktionen zugunsten des Volksbundes. Selbst kümmert er sich um die Pflege eines der verbliebenen Feldgräber des Zweiten Weltkriegs in Unterfranken. Zudem ist er als Repräsentant des Volksbundes unterwegs und Motor des Kreisgedenkfeier zum Volkstrauertag im Landkreis Kitzingen. Kurz gefasst: Der 75-jährige engagiert sich in der gesamten Breite der ehrenamtlichen Aufgaben innerhalb des Verbands. 

Gesamtverbandliche und regionale Entwicklung des Volksbundes sowie die Transformation der Volksbund-Inlandsstruktur bestimmten die Berichte der Bezirksvorsitzenden Regierungspräsidentin Dr. Susanne Weizendörfer und von Bezirksgeschäftsführer Oliver Bauer. Tenor: Der Volksbund kämpft um eine bedarfsgerechte Unterstützung für die staatliche Aufgabe der Kriegsgräberfürsorge und muss sich gleichzeitig mit dem Rückgang der Mitgliederzahlen und sinkenden Spendenvolumen auseinandersetzen.
Trotz knapper werdender Ressourcen bleiben der humanitäre Auftrag der Kriegsgräberfürsorge sowie das erinnerungskulturelle Engagement und der Bildungsauftrag Dreh- und Angelpunkt der Arbeit des Volksbundes. Der Verband arbeitet gegen das historische Verblassen der Erinnerung an die schicksalhaften Kriege des 20. Jahrhunderts an.