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Meldungen aus dem Landesverband Bayern
Meldungen aus dem Landesverband Bayern

Trügerische vorösterliche Idylle

Geschäftsführertagung 2026 des Landesverbandes im Zeichen der Umsetzung der Transformation und unzureichender staatlicher Unterstützung

Idyllisch gelegen: Die Altmühl bei Kinding im Landkreis Eichstätt. Kinding ist seit vielen Jahren Schauplatz des Jahrestreffens der Referenten und Geschäftsführer im Volksbund-Landesverband Bayern. Jörg Raab / Volksbund

Die Jahrestagung der Geschäftsführer und der Referenten des Landesverbandes Bayern fand im März in Kinding (Lkr. Eichstätt) statt. Die landschaftlich idyllische Umgebung an der Altmühl stand in deutlichem Gegensatz zur Tagesordnung. Denn: Auf der Agenda ganz oben stand die Umsetzung der Beschlüsse zur gesamtverbandlichen Transformation und zur Stellenreduktion und deren Auswirkungen auf die künftige Verbandsarbeit. Vergleiche hierzu auch die Berichterstattung des Vorjahres:

Schwerpunkte im Mittelpunkt Bayerns
„'S mou gei!“: Landesvertretertag unter den Vorzeichen der Transformation

Der Landesvorsitzende, Regierungspräsident a.D. Wilhelm Wenning, moderierte an zwei Tagen gemeinsam mit Landesgeschäftsführer Jörg Raab einen spannungsgeladenen, bisweilen emotionalen, dabei aber stets konstruktiven Gesprächsverlauf, der sämtliche Aufgaben- und Tätigkeitsfelder der sog. „Vereinsaufgaben Inland“ umfasste.

Der Begriff „Transformation“ beschreibt den ab sofort umzusetzenden und bis spätestens Ende 2030 abzuschließenden Anpassungsprozess. Ursächlich hierfür sind die gesamtwirtschaftliche Lage, das Ableben der Kriegs- und Kriegskindergeneration, die sozio-demographische Entwicklung in unserem Lande und insbesondere die - trotz umfangreicher mehrjähriger Bemühungen auf allen politischen Ebenen - absolut unzureichende öffentliche Förderung der per se staatlichen Aufgabe „Kriegsgräberfürsorge“.

Die klare Vorgabe, das Personal auf der Zeitschiene um 30 Prozent zu reduzieren, in Verbindung mit einer von Beginn mit degressivem Verlauf zu planende Personalkostenkurve, machen sofortige Anpassungen der verbandlichen Aufbau- und Ablauforganisation und eine am - noch Machbaren - orientierte Aufgabenkritik unumgänglich. 

Sichtbare Folgen der Transformation

Konkret bedeutet dies in und für Bayern u.a. folgendes:

Die beiden Bezirksverbände Oberfranken (Bayreuth) und Mittelfranken (Nürnberg) werden ab 1. Januar 2027 durch den Bezirksgeschäftsführer Mittelfranken in Personalunion geführt (ebenso wie dies bereits seit 1. Juli 2024 für die Oberpfalz und Niederbayern der Fall ist – hier Führung in Personalunion durch Bezirksgeschäftsführer Oberpfalz).

Zentralisierung der Kerzenaktion „Lichter für den Frieden“. Die Aktion wird seit 1949 bis heute ausschließlich in Bayern zugunsten der Kriegsgräberstätten im Freistaat durchgeführt. Bereits ab Herbst d.J. sollen Marketing, Bestellannahme und Buchhaltung in drei Cluster-Bezirksverbänden federführend durchgeführt werden, deren Geschäftsstellen dann die ersten Ansprechpartner der Kunden sind (Würzburg für Unterfranken, Mittelfranken, Oberfranken; Landshut für Niederbayern, München-Stadt und Land, Oberbayern; Regensburg für die Oberpfalz und Schwaben).

Oberstleutnant a.D. Heinrich Stadelmaier, ehrenamtlicher Beauftragter des Landesverbandes für die Zusammenarbeit mit Bundeswehr, Reservisten- und Traditionsverbänden, hob in seinem Sachvortrag nicht nur die vitale Bedeutung dieser Unterstützergruppen für den Volksbund hervor. Vielmehr gelang es ihm auch die aktuelle „Großwetterlage“ treffend zu beschreiben: „Unsere Welt und mit ihr unser kleiner Kosmos rund um den Volksbund, drehen sich mittlerweile gefühlt immer schneller und mit mehr Unwuchten, als vorausgesehen werden kann. Global, europäisch und national. Weltweite Konflikte, Verstöße gegen das Völkerrecht, die Infragestellung der Vereinten Nationen, Krieg in Europa und Nahost, die Sorge um regionale Auswirkungen durch Terror, Drohnen über kritischer Infrastruktur. All dies ist es, was uns alle und natürlich auch unsere Sammler bewegt …“

Im Rahmen der Veranstaltung wurden Geschäftsführerin Stephanie Ritter (BV München-Stadt und Land) und Geschäftsführer Benedikt Klima (Oberbayern) durch den Landesvorsitzenden für deren engagiertes, erfolgreiches und empathisches Wirken jeweils mit der Ehrennadel des Landesverbandes in Bronze ausgezeichnet. 

Der Landesverband Bayern und seine acht Bezirksverbände wünschen ein frohes und gesegnetes Osterfest.
Die dem Christentum inhärente Hoffnung und Lehre der Auferstehung mögen Ihnen Kraft und Zuversicht in bewegten Zeiten wie diesen vermitteln.
Wie auch immer Sie es persönlich mit der resurrectio halten - genießen Sie die Feiertage im Kreise der Familie bzw. Menschen, die Ihnen wichtig sind.