Militärgeschichte ist integraler Bestandteil der Offizierausbildung in der Bundeswehr. Wesentliches Bezugsdokument ist die Zentrale Dienstvorschrift (ZDv) „Historische Bildung in der Bundeswehr“, die vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw), Postdam, erarbeitet wurde. Dessen multiperspektivischen, praxisnahen Ansatz folgend und auf das 20. Jahrhundert fokussierend, führt die Offizierschule der Luftwaffe (OSLw), Roth, regelmäßig mit ihren Offizierlehrgängen Exkursionen nach München durch. Ausgangspunkt war heuer im Mai ein Besuch der Landesgeschäftsstelle des Volksbundes und die Besichtigung des nahegelegenen Denkmals, das an den ehemaligen Standort des Zöglingsheimes der Königlich Bayerischen Kadettenkorps (1756-1920) auf dem Marsfeld erinnert. Das Areal an der heutigen Marsstraße war von 1853 bis 1945 Exerzierplatz und Kasernengelände.
Offizierschule der Luftwaffe: Gedenkkultureller und militärhistorischer Rundgang durch München
Die Delegation von rund 30 jungen Offizieranwärterinnen und Offizieranwärtern unter der fachlichen Leitung von Oberregierungsrat Maximilian Fügen, Major d.R. und Dozent für Militärgeschichte, Fachlehrgruppe Grundlagen Innere Führung, wurde durch Landesgeschäftsführer Jörg Raab und Oberstleutnant a.D. Hubert Reiter, Beirat im Bezirksvorstand München (Stadt und Land) begrüßt. Hubert Reiter wird Ende Juni wieder die Verdun-Fahrt der OSLw seitens des Volksbundes begleiten - ein bereits seit 1978 kontinuierlich durchgeführtes Traditionsprojekt. Weitere Stationen an diesem Tag war u.a. der Besuch der deutschen Kriegsgräberstätte München Waldfriedhof. Auf der 1965 eingeweihten Anlage ruhen 3.540 Tote beider Weltkriege aus 18 Nationen.