Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde und Förderer der Kriegsgräberfürsorge,
die Zahl militärischer Konflikte hat das höchste Niveau seit Anfang der 1990er Jahre erreicht, zugleich sehen wir uns mit neuen Bedrohungsszenarien im Innern wie im Äußern, dem Menetekel des (auch atomaren) Wettrüstens und der Gefahr weiterer Eskalation konfrontiert.
Wir müssen uns fragen: Hat man denn nicht aus der Vergangenheit gelernt?
Am 8. Mai jährte sich das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa zum 80. Mal. Erst nachdem Hiroshima und Nagasaki im atomaren Feuer untergingen, schwiegen am 2. September 1945 auch in Asien und im Pazifikraum die Waffen. Über 65 Millionen Menschen, mehr als die Hälfte von ihnen Zivilisten, verloren ihr Leben durch Kriegshandlungen, Massenmord und Verbrechen, im Feuersturm der Bombenangriffe, auf der Flucht, in Kriegsgefangenschaft, im Zuge der Vertreibung und Deportation.
1945 ist zweifellos ein Epochenjahr, das bis in die Gegenwart und darüber hinaus nachwirkt. Jedoch verstummt die Kriegs- und Erlebnisgeneration zusehends. Die kollektive Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, die NS-Gewaltherrschaft und die Nachkriegszeit verblasst mit jedem sterbenden Zeitzeugen mehr.
Geschichte wiederholt sich nicht. Doch sie kann ein Kompass sein, der existenziell für unsere Selbstvergewisserung ist und immer in Richtung Demokratie in Freiheit weist. 2,8 Millionen Tote auf rund 830 Kriegsgräberstätten des Volksbunds in 45 Ländern und 167.000 Kriegstote verschiedener Nationen auf Friedhöfen in Bayern mahnen uns Sorge dafür zu tragen, dass wir, dass unsere Kinder und Enkel die Schrecken von Krieg und Totalitarismus nicht werden erleiden müssen.
Der Volksbund setzt sich an den Gräbern, über Grenzen und Generationen hinweg dafür ein, die Erinnerung wachzuhalten, die Versöhnung und den Frieden in Freiheit zu fördern.
Als humanitäre, gemeinnützige Organisation, die zu rund 60 Prozent auf Spenden angewiesen ist, steht der Volksbund Jahr für Jahr vor größeren Herausforderungen.
Der vom Ehrenamt getragenen Haus-, Straßen- und Friedhofssammlung vom 10. Oktober bis 2. November 2025 (Kernzeitraum – davon abweichende Sammlungstage sind möglich) und der Kerzenaktion „Lichter für den Frieden“ (ab 1. Oktober) kommen daher eine ganz besondere Bedeutung zu. Sie gehören zu unserem „Markenkern“ und tragen zugleich zu einer positiven Außenwahrnehmung auch und gerade der uns hierbei unterstützenden Vereine und Institutionen bei.
Bitte helfen Sie wieder tatkräftig mit!
Gemeinsam für den Frieden.
Es grüßen Sie herzlich im Zeichen der fünf Kreuze
Wilhelm Wenning Heinrich Stadelmaier Jörg Raab
Regierungspräsident a.D. Oberstleutnant a.D. Landesgeschäftsführer
Landesvorsitzender Beauftr. Bundeswehr/Traditionsverbände
sowie aus den Bezirksverbänden:
Stephanie Ritter, Geschäftsführerin BV München (Stand u. Land)
Benedikt Klima, Geschäftsführer BV Oberbayern
Dr. Dario Vidojković, Geschäftsführer BV Oberpfalz/BV Niederbayern
Robert Fischer, Geschäftsführer BV Oberfranken
Dirk Mewes, Geschäftsführer BV Mittelfranken
Oliver Bauer, Geschäftsführer BV Unterfranken
Sebastian Weilbach, Geschäftsführer BV Schwaben