Projekte aus dem Landesverband

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Kriegsgräberstätte Hofkirchen/Niederbayern

Kriegsgräberstätte Hofkirchen (Bild: VdK.de)

Die Kriegsgräberstätte

Lage und Zufahrt

Im Donautal, sieben Kilometer vonVilshofen/Niederbayern entfernt, liegt donauabwärts, am Rande des Bayerischen Waldes, der Markt Hofkirchen (Donau). Am westlichen Ortsrand, auf einer Anhöhe mit Blick auf eine Biegung der Donau, hat der Volksbund eine bleibende Ruhestätte für 2773 Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges gestaltet.

 

Wissenswertes

Auf der 1959 eingeweihten Kriegsgräberstätte sind 2.783 Kriegstote bestattet. Hier ruhen 43 deutsche Soldaten des Ersten Weltkriegs (1914 – 1918) und 2.740 Tote des Zweiten Weltkriegs (1939 – 1945). Hierzu zählen 1.674 deutsche Soldaten der Wehrmacht, 369 SS-Mitglieder, 130 Soldaten der mit den Deutschen verbündeten Wlassow-Armee, 32 Angehörige des Volkssturms, fünf Kriegsgefangene, aber auch 263 Opfer, die sich der Zivilbevölkerung, dem Reichsarbeitsdienst sowie der Polizei und der Feuerwehr zuordnen lassen. 267 Bestattete sind unbekannt. Unter den Toten befinden sich annähernd 100 Frauen und Kinder. Mehr als ein Achtel der hier Beerdigten ist ausländischer Herkunft aus etwa 20 Nationen. Die Kriegstoten waren zunächst in hunderten von ostbayerischen Gemeindefriedhöfen oder auch in Feldgräbern bestattet gewesen. Die Kriegsgräberstätte liegt am westlichen Ortsrand des Marktes Hofkirchen, sieben Kilometer von Vilshofen entfernt, auf einer Anhöhe mit Blick in das Tal auf eine Schleife der Donau, die sich durch die malerische Landschaft windet. Die Einzelgräber sind in 36 Reihen angeordnet und jeweils mit einem kreuzförmigen Stein aus Keramik gekennzeichnet. Über das gesamte Gräberfeld sind symbolische Grabkreuze aus heimischem Granit in Dreiergruppen verteilt. Am westlichen Ende der Kriegsgräberstätte fällt ein Hang aus gewachsenem Felsen steil ab. Auf der Kuppe dieses Felsplateaus steht eine pfeilergestützte, einem Wehrturm gleichende Rundkapelle mit einem acht Meter hohen, kreuzgekrönten Kegeldach. In der Wand der Rundkapelle sind die Namen aller bekannten Beigesetzten eingemeißelt. 
Auf einer kleinen Stele in der Kapelle findet man auch den Namen des am 15. April 2010 in Afghanistan gefallenen Stabsunteroffiziers der  Bundeswehr, Josef Kronawitter.

Diesen Text mit weiteren Informationen über Einzelschicksale finden Sie hier als Pdf zum Herunterladen​​​​​​​.